Logo GÖD  

Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
BV16 - Gewerkschaft des allgemeinen Universitätspersonals, des BMWF und dessen nachgeordneter Dienststellen

Links | Kontakt | Home | Datenschutz    
   

Starker Partner - Sichere Zukunft

News


« Zurück

"Die Presse" schreibt am 24.August 2007:

Arbeitgeber Uni: Schlechte Bezahlung schreckt ab.

Österreichs Unis können mit ihren Professorengehältern international nicht mithalten. "Eine Professorin der ETH Zürich hat uns abgesagt, da das Wiener Engagement für sie wirtschaftlicher Selbstmord wäre", sagt TU Wien-Rektor Peter Skalicky, "drei weitere sind davongerannt, eine leitet ein Max Planck-Institut, eine andere ist jetzt an einer US-Universität." Ähnlich äußert sich im Gespräch mit der "Presse" der Grazer TU-Rektor Hans Sünkel: "Im vergangenen Jahr wurden uns zwei Professorinnen wegberufen." Wobei oft auch familiäre Gründe beim Ortswechsel mit im Spiel sind.
Frauen in wissenschaftlichen Spitzenfunktionen zählen zur Rarität. "Tendenziell haben wir eine Zunahme, aber die ist nicht berauschend", sagt Wolfhard Wegscheider, Rektor der Montan-Uni Leoben. Zwei Frauen im Leobner Professorenkollegium seien schon ein Erfolg. Rektor Hubert Dürrstein, Bodenkultur Wien, sieht einen Frauenschwerpunkt an seiner Uni: In der Landschaftsplanung sind 60 Prozent der Professorenstellen mit Frauen besetzt, auch in der Biotechnologie sind sie im Vormarsch. In den traditionellen Boku-Fächern wie Forstwirtschaft und Landwirtschaft fehlt jedoch der weibliche Nachwuchs.
Ähnliche Probleme sieht Skalicky: "Bei der Chemie und in der Architektur haben wir keine Probleme, in Elektrotechnik, Maschinenbau, Bauingenieurwesen und in der Informatik fehlen Frauen." In den Leistungsvereinbarungen im Uni-Gesetz wird ein hoher Frauenanteil finanziell gefördert. "Aber der Frauenanteil ist kein Kerngeschäft der Unis", so Skalicky. "In keinem weltweiten Uni-Ranking ist das eine Vorgabe, da geht es nur um die universitäre Qualität." Im neuen Biomedical-Engineering-Studium der TU Graz liegt der weibliche Anteil immerhin bei 38 Prozent, in den "harten" technischen Fächern geht es jedoch nur langsam vorwärts. "Aber wenn sie es schaffen, dann stellen wir fest, dass weibliche Doktoranden besser sind", sagt Wegscheider.  

« Zurück