Logo GÖD  

Gewerkschaft Öffentlicher Dienst
BV16 - Gewerkschaft des allgemeinen Universitätspersonals, des BMWF und dessen nachgeordneter Dienststellen

Links | Kontakt | Home    
   

Starker Partner - Sichere Zukunft

News


« Zurück

16.06.2009

Regierung segnet UG-Novelle ab

Die von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) vorgelegte Novelle zum Universitätsgesetz (UG02) hat am Dienstag, dem 16.06.2009, den Ministerrat passiert und könnte damit noch vor dem Sommer im Parlament beschlossen werden.

Mit der UG-Novelle ist für Hahn garantiert, dass die Finanzierung der Universitäten wie geplant sicher gestellt werden kann.

Bei der UG-Novelle hatten sich die beiden Koalitionsparteien noch kurz zuvor auf den letzten offenen Punkt geeinigt: Demnach wird es keine Änderungen beim Bestellmodus für die von der Regierung entsandten Mitglieder in den Universitätsräten und im Wissenschaftsrat geben. Hahn wollte ursprünglich, dass nicht die Regierung, sondern der Wissenschaftsminister das Recht zur Entsendung der Räte hat - analog zu den Hochschulräten für die Pädagogischen Hochschulen, die die Unterrichtsministerin alleine entsendet. Hahn hofft hier noch auf Änderungen im Parlament.

Das "Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009" sieht u.a. in allen Studien ohne gesetzliche Zulassungsregeln die Einführung von Studieneingangsphasen durch die Unis ab 2011/12 vor, der Erfolg in der Eingangsphase entscheidet über das Weiterstudium. Für das Master- und PhD-Studium sollen die Unis künftig "qualitative Zugangsbedingungen" festlegen können.

Als eine weitere Neuerung können Bachelor-Studien künftig auch vier Jahre (bisher drei Jahre fix) dauern. Es sollen auch alle Studien - inklusive der Lehramtsstudien und der Medizin - in Bachelor- und Master-Struktur angeboten werden können.

Weitere Eckpunkte sind eine 40-Prozent-Frauenquote in allen Uni-Gremien, eine Kompetenzausweitung für den Uni-Rat bei der Wahl des Rektors (Uni-Rat schreibt Posten aus, aus Uni-Rats- und Senats-Vorsitzendem bestehende Findungskommission erstellt Dreier-Vorschlag) sowie eine neue Zusammensetzung der Senate - die Professoren haben keine Mehrheit mehr und die Zahl der Vertreter des akademischen Mittelbaus wird erhöht. Dafür wird nur ein Vertreter für das Allgemeine Universitätspersonal zu wählen sein.

Ein Verbesserung ergibt sich für zeitbefristete Uni-Arbeitsverhältnisse durch die Erhöhung der Gesamtdauer von unmittelbar aufeinander folgende Arbeitsverhältnisse von sechs auf zehn Jahren.

Zur Regierungsvorlage (PDF) »



24.4.2009

Uni-Kollektivvertrag unter Dach und Fach

Uni-Betriebsräte stimmen nach fünf Jahre langen Verhandlungen mit mehr als 90 Prozent zu

Der neue Kollektivvertrag (Uni-KV) für das wissenschaftliche und künstlerische Personal sowie für das Allgemeine Universitätspersonal an den Universitäten - insgesamt rund 30.000 Beschäftigte - soll für alle seit dem 1. Jänner 2004 neu eingetretenen MitarbeiterInnen gelten. Ab diesem Zeitpunkt (Vollrechtsfähigkeit der Unis) wurde Personal nur mehr nach dem Angestelltenrecht aufgenommen.

Bei der Betriebsrätekonferenz am Freitag, dem 24. April 09, haben die Personalvertreter mit mehr als 90 Prozent dem Vertrag zugestimmt, teilt die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) mit. Mit der Zustimmung der Universitätsgewerkschaft wurde die letzte Hürde genommen. Der Dachverband der Universitäten hatte seitens des Arbeitgebers dem Uni-KV mit einigen Bedingungen als Auflage bereits zugestimmt. Inhaltlich geeinigt haben sich die Sozialpartner (Uni-Gewerkschaft und Dachverband der Universitäten) auf den Vertrag bereits 2007, doch dann folgte ein monatelanges Tauziehen um die Finanzierung. Nach mehr als fünfjährigen Verhandlungen ist der erste Kollektivvertrag (KV) für Universitätsbedienstete jetzt unter Dach und Fach und soll mit 1. Oktober 2009 in Kraft treten.

Profitieren vom Uni-KV sollen junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter auch durch höhere Anfangsgehälter. Derzeit verdient man als Jung-Forscher am Beginn der Uni-Karriere 1.400 bis 1.900 Euro brutto monatlich. Künftig liegt das Mindestgehalt für Uni-AssistentInnen anfangs bei 2.398 Euro (inklusive zwei bis vier Semesterwochenstunden Lehre). Für einen "Assistenzprofessor" beträgt das Mindestgehalt 3.270 Euro, für einen "assoziierten Professor" 4.142 Euro und für eine/n berufene/n Uni-ProfessorIn 4.360 Euro. Überzahlungen sind zulässig!

Im Uni-KV ist auch eine Pensionskassenregelung für die Uni-Bediensteten enthalten. Lektoren sollen künftig in das wissenschaftliche Personal integriert werden. Bis zu sechs bzw. bei Teilzeitbeschäftigung bis zu acht Jahren ist weiterhin eine befristete Anstellung möglich, danach nur noch eine unbefristete.

Auch ein bis zu sechsmonatiger Studienurlaub wurde in den Uni-KV aufgenommen und kann etwa für einen Forschungsaufenthalt im Ausland oder praxisnahe Forschung in der Wirtschaft genutzt werden. Im Uni-KV wurde ein Recht auf diese Auszeit verankert, die konkreten Bedingungen dafür können die einzelnen Unis in Betriebsvereinbarungen festlegen.

Den ca. 12.000 "nicht-wissenschaftlichen" MitarbeiterInnen soll der Uni-KV ein Mindestgehalt, stärkere Leistungsbezogenheit der Löhne, Qualifizierungsmöglichkeiten und Planbarkeit der Karriere bringen. Das einheitliche Mindestgehalt bedeutet für etliche Mitarbeiter eine deutliche finanzielle Besserstellung. Beim Allgemeinen Personal ist es gelungen, das Gehaltsschema zu reformieren. Sie erhalten nun höhere Anfangsgehälter, dafür flacht sich die Gehaltskurve später ab.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem für Sie zuständigen Betriebsrat.


"Die Presse" schreibt am 24.August 2007:

Arbeitgeber Uni: Schlechte Bezahlung schreckt ab.

Österreichs Unis können mit ihren Professorengehältern international nicht mithalten. "Eine Professorin der ETH Zürich hat uns abgesagt, da das Wiener Engagement für sie wirtschaftlicher Selbstmord wäre", sagt TU Wien-Rektor Peter Skalicky, "drei weitere sind davongerannt, eine leitet ein Max Planck-Institut, eine andere ist jetzt an einer US-Universität." Ähnlich äußert sich im Gespräch mit der "Presse" der Grazer TU-Rektor Hans Sünkel: "Im vergangenen Jahr wurden uns zwei Professorinnen wegberufen." Wobei oft auch familiäre Gründe beim Ortswechsel mit im Spiel sind.
Frauen in wissenschaftlichen Spitzenfunktionen zählen zur Rarität. "Tendenziell haben wir eine Zunahme, aber die ist nicht berauschend", sagt Wolfhard Wegscheider, Rektor der Montan-Uni Leoben. Zwei Frauen im Leobner Professorenkollegium seien schon ein Erfolg. Rektor Hubert Dürrstein, Bodenkultur Wien, sieht einen Frauenschwerpunkt an seiner Uni: In der Landschaftsplanung sind 60 Prozent der Professorenstellen mit Frauen besetzt, auch in der Biotechnologie sind sie im Vormarsch. In den traditionellen Boku-Fächern wie Forstwirtschaft und Landwirtschaft fehlt jedoch der weibliche Nachwuchs.
Ähnliche Probleme sieht Skalicky: "Bei der Chemie und in der Architektur haben wir keine Probleme, in Elektrotechnik, Maschinenbau, Bauingenieurwesen und in der Informatik fehlen Frauen." In den Leistungsvereinbarungen im Uni-Gesetz wird ein hoher Frauenanteil finanziell gefördert. "Aber der Frauenanteil ist kein Kerngeschäft der Unis", so Skalicky. "In keinem weltweiten Uni-Ranking ist das eine Vorgabe, da geht es nur um die universitäre Qualität." Im neuen Biomedical-Engineering-Studium der TU Graz liegt der weibliche Anteil immerhin bei 38 Prozent, in den "harten" technischen Fächern geht es jedoch nur langsam vorwärts. "Aber wenn sie es schaffen, dann stellen wir fest, dass weibliche Doktoranden besser sind", sagt Wegscheider.  



1.7.2007

Die neue Bundesvertretung 16

Die neue Bundesvertretung 16, Universitätsgewerkschaft - Allgemeines Universitätspersonal hat sich auf der Grundlage des Beschlusses der Bundeskonferenz der GÖD vom 14. Mai 2007 mit Wirksamkeit 1. Juli 2007 am 10. August 2007 konstituiert. Die neue Bundesvertretung 16 setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzender:Dr. Alfred Georg Müller
Stellv. Vorsitzender:Ing. Hartwig Bittermann
Schriftführung:Josefine Puntus
Kassier:Gabriele Waidringer
Frauen- und Genderangelegenheiten:Sandra Walbaum
Organisation und Öffentlichkeitarbeit:Walter Blass
Weitere Mitglieder:Dieter Kaltenbeck
Eva-Maria Tutschku-Baldrian
Monika Viehweider
Somit ist es gelungen, erstmals das Allgemeine Universitätspersonal gleichberechtigt neben anderen Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst zu organisieren und ihr die Voraussetzung zu geben, im Interesse der Kolleginnen und Kollegen eigenverantwortlich im Verband der GÖD zu agieren.

« Zurück